Warum die richtige Platzierung von Teelichthaltern und Schalen so viel bewirkt
Als jemand, die Stunden damit verbringt, kleine Objekte zu suchen, zu kombinieren und in Szene zu setzen, habe ich gelernt: Es sind oft die unscheinbaren Dinge wie Teelichthalter und Schalen, die einem Essbereich Tiefe und Leichtigkeit verleihen. Richtig platziert, schaffen sie die Illusion von mehr Raum, erhöhen die Gemütlichkeit und bringen Stil ohne viel Aufwand.
Grundprinzipien: Licht, Ebene und Raum
Für mich gibt es drei Grundprinzipien, die immer gelten: Licht (echtes oder reflektiertes), Ebenen (Höhe variieren) und negativer Raum (Platz um die Objekte herum lassen). Wenn Teelichthalter und Schalen diese drei Punkte unterstützen, wirkt der Raum größer und harmonischer.
Nutze Lichtstrategisch
Kerzenlicht schafft nicht nur Atmosphäre, sondern kann optisch „in die Tiefe“ führen. Ich setze häufig eine Kombination aus niedrigen Teelichthaltern in einer Reihe und einem höheren, zentralen Windlicht ein. So entsteht eine Lichtspur, die den Blick über den Tisch hinweg lenkt und den Raum größer erscheinen lässt.
Ein Trick, den ich liebe: Platziere Teelichthalter vor einem Spiegel oder einer glänzenden Schale. Das reflektierte Licht verstärkt die Helligkeit ohne zusätzliche Leuchten — perfekt für kleine Essbereiche. Achte jedoch auf Sicherheitsabstand: Spiegelglas oder metallische Schalen sollten hitzebeständig eingesetzt werden.
Skalierung und Proportionen beachten
Zu große oder zu viele Objekte machen schnell dicht. Ich wähle lieber mehrere kleine bis mittlere Teelichthalter als ein massives Zentrum. So bleibt Luft zwischen den Elementen und der Tisch wirkt leichter. Umgekehrt kann ein einzelnes, hohes Windlicht auf einem langen Tisch als Anker dienen, ohne den Raum zu überfrachten.
- Kurze, flache Schalen auf der Tischmitte wirken dezent und öffnen die Fläche.
- Reihungen von kleinen Teelichthaltern erzeugen Rhythmus und Tiefe.
- Setze unterschiedliche Höhen ein, aber beschränke dich auf drei bis vier Höhenstufen.
Gruppieren mit Bedacht
Gruppierungen funktionieren besser, wenn man eine klare Anordnung hat. Ich arbeite gern mit Dreier- oder Fünfergruppen: drei Teelichter in unterschiedlichen Glasbehältern oder eine Schale plus zwei Teelichthalter. Wichtiger als Symmetrie ist dabei der Abstand — genügend negativen Raum lassen, damit jedes Stück „atmen“ kann.
Ein Tipp: Verwende eine schmale Holz- oder Marmorplatte als Basis für die Gruppe. So wirkt die Anordnung zusammengehörig, bleibt aber linear und nimmt nicht zu viel Platz ein.
Linien und Blickführung
Die Positionierung kann den Blick leiten und damit Raum schaffen. Auf einem länglichen Esstisch setze ich die Hauptreihe von Teelichthaltern entlang der Tischmitte, parallel zur Längsachse des Raumes. Dadurch wirkt der Raum gestreckt. Auf quadratischen Tischen bevorzuge ich eine asymmetrische Anordnung in einem Viertel des Tisches — das gibt Dynamik und lässt Freiraum.
Materialien, Farben und Reflexion
Helle und reflektierende Materialien lassen Flächen größer wirken. Glas, versilbertes Metall oder helle Keramik nutze ich gezielt, um Licht zurückzuwerfen. Mattes Material schafft Ruhe, ist aber weniger räumlicher Vergrößerer. Darum kombiniere ich gern: eine matte Keramikschale + ein paar Glas-Teelichthalter.
Bei Farben gilt: Ton-in-Ton für mehr Ruhe oder kontrastreich für Spannung. Ein weißer Esstisch mit einer hellen Porzellanschale (z. B. von Villeroy & Boch oder einer kleinen Manufaktur) wirkt luftig. Dunkle Schalen können an bestimmten Stellen eingesetzt werden, um Tiefe zu schaffen, aber nicht flächendeckend.
Vertikale Ebenen einbeziehen
Um eine Illusion von Höhe zu erzeugen, arbeite ich nicht nur auf der Tischfläche. Hängende Elemente wie ein Einzelanhänger über einer Gruppierung kleiner Teelichter oder eine Wandnische mit einer dekorativen Schale erhöhen die Wahrnehmung des Raumes. Auch eine schmale, hohe Konsole hinter dem Tisch mit einer Reihe hoher Windlichter verschiebt den Blick nach oben und lässt den Essbereich großzügiger wirken.
Der Einsatz von Schalen als Reflexions- und Organisationsfläche
Schalen können funktional und dekorativ sein. Eine flache Schale aus Glas oder verspiegeltem Metall dient als Tischreflektor für Teelichtflammen. Ebenso nutze ich dekorative Schalen, um Schlüssel, Serviettenringe oder kleine Gestecke zu sammeln — so wirkt der Tisch organisiert und nicht überladen.
Ich achte darauf, dass Schalen nicht zu breit sind. Eine zu große Schale zerreißt die Linien des Tisches. Lieber mehrere kleine Schalen in einer Staffelung platzieren.
Sicherheits- und Pflegehinweise
Kerzen sind stimmungsvoll, aber Sicherheit geht vor. Ich stelle immer sicher:
- Teelichter stehen sicher und windgeschützt (z. B. in Glasbehältern oder Windlichtern).
- Keine brennbaren Materialien unmittelbar daneben (Servietten, Trockenblumen).
- Schalen und Untersetzer hitzebeständig bzw. mit Abstand zum Feuer.
- Nie unbeaufsichtigte Kerzen brennen lassen.
Praktische Styling-Beispiele, die ich gerne nutze
Hier ein paar Anordnungen, die ich oft ausprobiere:
- Für lange Tische: eine schmale Holzplatte, darauf 7-9 kleine Glas-Teelichthalter in unregelmäßigen Abständen und zwei flache Schalen mit grünem Beiwerk.
- Für kleine Tische: ein einzelnes, großes Windlicht in der Mitte, dazu eine kleine Porzellanschale mit einer Serviettenspange. Das lässt Platz und wirkt elegant.
- Für besondere Anlässe: eine Spiegelplatte als Basis, darauf silberne Teelichthalter und eine kleine Schale mit Rosenblättern — Wow-Effekt ohne Massen von Dekor.
DIY- und Einkaufsanregungen
Ich liebe es, Stücke aus kleinen Manufakturen zu kombinieren — oft bringen sie Charakter und Individualität. Marken wie Ferm Living oder Bloomingville bieten schöne Basics; für besonders feines Porzellan schaue ich gern bei lokalen Keramikern vorbei. Ein DIY-Idee: eine flache Beton- oder Terrakottaschale mit einer eingelassenen Glaslinse für Teelichter — robust, modern und handgemacht.
Wenn du magst, stelle ich dir eine kleine Checkliste mit Maßen und Materialien zusammen, die zu deinem Tisch passt — schreib mir kurz die Tischgröße und deinen Stil, und ich gebe dir konkrete Vorschläge.