Wenn ich an skandinavische Tischkultur denke, sehe ich helle Holztische, warme Kerzen, wilde Blumen in einer einfachen Vase und Geschirr, das Ruhe ausstrahlt: klare Formen, feine Texturen und eine Farbpalette, die vom Licht des Nordens lebt. In den letzten Jahren habe ich viele Manufakturen besucht und Serien ausprobiert. Drei Keramikserien fallen für mich besonders heraus – weil sie funktional sind, eine feine Haptik besitzen und sich mühelos in den skandinavischen Stil einfügen.
Kähler – Hammershøi
Die Hammershøi-Serie von Kähler ist für mich ein moderner Klassiker. Inspiriert von dem dänischen Designer Svend Hammershøi kombiniert die Serie feines Porzellan mit einer zarten Rillenstruktur, die das Licht bricht und Oberflächen lebendig macht. Ich liebe das matte Finish in den Naturtönen – Graubraun, Rauchweiß oder salbeigrün – weil es sowohl minimalistisch als auch warm wirkt.
Warum passt Hammershøi zur skandinavischen Tischkultur?
Mein Tipp: Kombiniere Hammershøi-Teller mit hellen Leinendecken und rustikalen Kerzenhaltern. Für ein festlicheres Setting wähle das Rauchweiß, bei Alltagstischen greife ich gern zu gedeckteren Tönen.
Rörstrand – Swedish Grace
Swedish Grace von Rörstrand ist ein wunderbares Beispiel für skandinavische Eleganz: zeitlos, leicht und mit einem Hauch von 1920er-Jahre-Anmut. Die Serie hat feine Reliefs und eine leichte Rundung – sehr feminin und doch zurückhaltend. Sie ist in klassischem Weiß erhältlich, wodurch sie sich mit praktisch allem kombinieren lässt.
Warum passt Swedish Grace zur skandinavischen Tischkultur?
Mein Tipp: Für einen skandinavisch-romantischen Look kombiniere die weißen Teller mit einfachen Glasvasen, grauem Leinen und getrockneten Blumen. Wenn du Mut zur Mischung hast, setze einen einzelnen farbigen Teller aus einer handgemachten Serie als Blickfang ein.
Arabia (Finnland) – Ruska oder 24h
Arabia hat viele Serien, doch für die skandinavische Tischkultur schätze ich besonders die Serie Ruska für ihre erdigen Glasuren und die Serie 24h für ihre zeitlose Schlichtheit. Ruska hat eine rustikale, fast wabi-sabi-artige Ästhetik mit variierten Glasuren – ideal, wenn du einen organischen, handwerklichen Touch möchtest. 24h hingegen ist minimalistisch, robust und für den täglichen Gebrauch geschaffen.
Warum passen Ruska und 24h zur skandinavischen Tischkultur?
Mein Tipp: Nutze Ruska für besondere Anlässe oder Dinner mit Freunden, wenn du die Tischgemeinschaft mit handwerklicher Wärme betonen möchtest. Die 24h-Serie ist mein Go-to für Frühstücke und Alltagsessen – unkompliziert und schön.
Vergleichstabelle: Eigenschaften auf einen Blick
| Serie | Charakter | Beste Einsatzbereiche | Farb-/Oberflächenstil |
| Hammershøi (Kähler) | Minimalistisch, texturiert | Alltag & besondere Anlässe | Matt, Rillenstruktur, Naturtöne |
| Swedish Grace (Rörstrand) | Elegant, zeitlos | Brunches, festliche Tische | Klares Weiß, feine Reliefs |
| Ruska / 24h (Arabia) | Erdig & handwerklich / schlicht & praktisch | Rustikale Dinner / täglicher Gebrauch | Warme Glasuren / gedeckte Farben |
Wie man die Serien kombiniert – persönliche Styling-Ideen
Ich mag es, nicht in einer einzigen Serie zu „leben“. Das Schöne an skandinavischer Tischkultur ist die Freiheit zu mischen: Funktionalität trifft auf Persönlichkeit. Hier einige Kombinationen, die ich oft verwende:
Praktische Tipps für Pflege und Alltag
Keramik ist so schön, aber ein paar Pflegehinweise verlängern die Freude:
Warum Manufakturkeramik in die skandinavische Tischkultur passt
Für mich ist der Reiz von Manufakturkeramik die Kombination aus Handwerk, Qualität und Persönlichkeit. Skandinavisches Design schätzt Ehrlichkeit in Materialien und Form: Holz, Leinen, Keramik. Manufakturserien bringen außerdem oft eine kleine Unvollkommenheit mit – Glasurverläufe, feine Unregelmäßigkeiten – die dem Tisch Leben geben. Statt perfekt polierter Massenware sehe ich lieber Stücke, die eine Geschichte erzählen und sich mit dem Alltag verändern.
Wenn du gerade ein neues Service suchst oder deine Tafel neu zusammenstellen möchtest, empfehle ich, mit einer kleinen Auswahl zu starten: zwei große Teller, zwei kleine Teller, je eine Schale und Tasse in der neuen Serie. So kannst du ausprobieren, wie die Farben und Formen mit deinem Geschirr und deiner Einrichtung harmonieren. Und wenn du Lust hast: Besuch lokale Manufakturen oder kleine Läden – oft bekommst du dort Beratung und entdeckst Einzelstücke, die online nicht zu finden sind.
Wenn du möchtest, erzähle ich dir gern, welche Kombinationen ich für verschiedene Anlässe (Brunch, Abendessen, Hygge-Abend) zusammenstelle – oder ich nenne konkrete Produktnummern und Shops, wo du die Serien findest.